Die Theatergruppe des VfK Diedesheim zeigt, wie es bei der Feuerwehr zugeht!

521

Die ersten beiden Aufführungen liegen hinter uns, wir haben den Test ziemlich gut bestanden, die Zuschauer waren begeistert, uns hat es unendlich Viel Spaß bereitet, und wir sind sehr stolz auf unsere so zahlreichen und treuen Fans. Wir freuen uns natürlich sehr auf die nächsten Vorstellungen am Wochenende, Freitag und Samstag, auch hier erwarteten uns wieder zwei volle Hütten. Was will man mehr. Vielen lieben Dank für die vielen Komplimente, den riesigen Applaus, es war und ist uns Ansporn für die Zukunft.

Ganz besonderen Dank gilt es zu sagen, für die unglaubliche Unterstützung in finanzieller Art, für den Kinderhospiz-dienst Mosbach, der uns, der Theater-gruppe des VfK Diedesheim, sehr am Herzen liegt. Ihr werdet es noch erfahren, wenn wir diese Spende übergeben. Aber eines ist jetzt schon sicher, es wird wieder eine stolze Summe für einen sehr sehr guten Zweck.

Danke, Danke, Danke

 

Hier noch der tolle Bericht aus der Rhein-Neckar-Zeitung
Auf der Bühne kommen die „Löschzwerge“ groß raus

Die Theatergruppe des VfK Diedesheim zeigt mit vier Auftritten, wie es bei der Feuerwehr zugeht – bei viermal ausverkauftem Haus.

RNZ Bericht von Ursula Brinkmann
Diedesheim. Was für ein Glück, dass Diedesheim so eine Feuerwehr nicht hat! Was für ein Glück, dass Diedesheim so einen Sportverein hat, mit so einer Theatergruppe! So lässt sich ein kurzes Fazit ziehen nach der diesjährigen Premiere in der Sporthalle des VfK Diedesheim. Der Schwank, mit dem die quirlige Truppe mehr als dreieinhalb Stunden Leben auf die Bühne, die Bretter und in die Bude brachte, trägt den vielsagenden Titel: „Der Grillclub mit dem roten Auto“. Es handelt sich dabei um die auf drei Restfeuerwehrmänner geschrumpfte Abteilung Diedesheim. Bernd Heck, Erwin Löhr und Rainer Ehmann geben das Trio infernale volksnah, derb, vom eigenen Tun bis ins Mark überzeugt. Dass an ihrer Stellung als Feuerwehrkameraden mächtig gezweifelt und gesägt wird, hält die Herren nicht davon ab, sich als die wahren Vertreter der Zunft zu gebären. Doch entpuppen sie sich bei ihren Einsätzen als das, was sie sich laufend hinter die Binden gießen: als „Löschzwerge“.

Das zu ändern, treten an: ein Kreisbrandmeister (Georg Lörch mit überzeugender Strenge), eine lispelnde Katastrophenschutzbeauftragte (Daniela Lörch fand Zustände „slimm, slimm, slimm“), eine neu bestellte Ortsbrandmeisterin (Michaela Heck versah ihren Part so souverän wie kompromissbereit), die drei Frauen der feucht-fröhlichen durchs Feuerwehrdasein stolpernden Männer (Claudia Henn, Gabi Bergmann, Christiane Appel drehten den Spieß um und mischten die Wehr auf), eine korrupte Polizistin (Nadja Schäfer war der Running Gag des Stücks) und eine durchgeknallte Alte (Gabi Bergmann aus Diedesheim). Zweimal Gabi Bergmann? Es gibt tatsächlich zwei Laiendarstellerinnen beim VfK Theater mit identischem Namen; eine aus Obrigheim und eine aus Diedesheim. Es ist eine Familie und damit nicht genug. Nicht weniger als vier „Bergfrauen und Bergmänner“ finden sich unter den Mitwirkenden anno 2023, nähere und weiter Verwandtschaft aus Haßmersheim und Pforzheim saß in der ersten Reihe, um sich das diesjährige Schauspiel-Vergnügen nicht entgehen zu lassen.

Noch mehr Familienmitglieder steuerten die Hecks bei; fünf Frauen und Männer waren am Zustandekommen der Aufführung hinter wie vor den Kulissen beteiligt. Da wundert es nicht, dass Gabi Bergmann aus Diedesheim die gut 20-köpfige Theatergruppe des VfK als „große Familie“ betrachtet. „Das alles ist nur möglich, weil das Team ist wie es ist“. Sie selbst, sagt einer aus der Familie, sei so etwas wie die Seele des Ganzen. Auch wenn die Fäden bei Bergmann zusammenlaufen, sie die Stücke aussucht und die Rollen verteilt, Regie führt sie nicht. „Wir erarbeiten es gemeinsam“. Zweimal pro Woche sei seit Ende September geprobt worden. Mit viel Aufwand und Akribie wird auch das ganze Drumherum organisiert, vorbereitet und gestaltet: Bühnenbild und Maske, Internet-Auftritt, Sponsorensuche- und Betreuung, Tischdeko, Getränke und Essen. Unterstützung kam zudem vonseiten des Vereins und der Feuerwehren Neckarelz-Diedesheim und Mosbach – in Uniform, Requisiten, Rat und Tat. Kein Wunder, dass die vier Aufführungen schon im Dezember ausverkauft waren. Was wiederum auch gut für die Vereinskasse ist.

Das Publikum, zu dem neben Familienmitgliedern, Freunden, Nachbarn, Vereinskameraden auch das Ehepaar Kletti zählte (Firma MPDV hatte – das verkündete Claus Selbitschka bei seiner Begrüßung – eine „Superspende“ für den neuen Bühnenaufbau gemacht), genoss die Darbietung der Laienschar aufs Beste. Da spielte es keine Rolle, wenn dem einen oder anderen mal der Text nicht einfiel und Heidi Selbitschka im Kasten vor der Bühne ihr flüsterndes Werk ausüben konnte. Im Gegenteil, das Publikum honorierte solche Hänger mit freundlichem Lachen und Extra-Applaus. Nicht anders jene Szene, in der Feuerwehr-Blondine Tina Schmidt schon mit ihren High Heels zu kämpfen hatte, kippte sie auch noch mit dem Campingstuhl um. Klar, das stand so nicht im Skript, machte sich aber live umso besser. Die wahre Größe einer Laientruppe zeigt sich darin, derartig Vorkommnisse improvisierend einzugliedern und das Beste daraus zu machen. Am Schluss, als Rainer Ehmann alle Mitwirkenden einzeln vorstellte und Dank sagte, stellte Blondi-Darstellerin Christiane Appel schlagfertig fest: „Das mit dem Stuhl war einstudiert!“